// Gesamtarchitektur und Modultiefe
Erfahrung und Kompetenz
Ich verantworte die Gesamtarchitektur und bin gleichzeitig in drei Modulen zu Hause: Transport, Vertrieb und Einkauf. Das ist kein Zufall. Ein Prozess, der nahtlos laufen soll, hört nicht an der Modulgrenze auf, und genau dort entstehen die meisten Probleme.
Jahre Berufserfahrung
Jahre SAP-Projekte
Zertifizierungen
Akademische Abschlüsse
// Schwerpunkte
Drei Kernmodule und der Blick darüber hinaus
SD, MM und TM betreue ich in der Tiefe: Customizing, Erweiterungen, Fehlersuche. Darüber liegt die Gesamtarchitektur. Beides zusammen ist der Punkt, denn ein Prozess, der nahtlos laufen soll, endet nicht an der Modulgrenze.
Gesamtarchitektur und Weitblick
End-to-End-Prozessdesign über Modul- und Systemgrenzen hinweg. Dazu gehört zu wissen, was in den angrenzenden Bereichen passiert: Lagerverwaltung, Produktion, Finanzintegration, Stammdatenkonzepte, Schnittstellen und Auswertungen. Ich muss sie nicht alle einstellen können. Ich muss wissen, wo mein Prozess sie berührt.
Transport Management
Frachtbedarf, Frachteinheitenbildung, Planung, Frachtführervergabe und Abrechnung. Von der Lieferung bis zur Gutschrift an den Frachtführer, inklusive verursachungsgerechter Weiterverrechnung an den Kunden.
Vertrieb
Order-to-Cash von der Preisfindung über Verfügbarkeitsprüfung und Versand bis zu Faktura, Bonusabrechnung und Retourenprozess.
Einkauf
Source-to-Pay von der Bezugsquellenfindung über Freigabestrategien und Wareneingang bis zur Rechnungsprüfung, inklusive Konsignation, Lohnbearbeitung und Streckengeschäft.
// Der Durchstich
Module sind Werkzeuge. Der Prozess ist das Ziel.
Die meisten Störungen entstehen nicht innerhalb eines Moduls, sondern zwischen zweien. Eine Konditionsart im Vertrieb entscheidet mit, was der Transport kosten darf. Eine Frachtkostenposition gehört am Ende in die Kundenrechnung. Eine Anlieferung aus dem Einkauf will genauso geplant werden wie eine Auslieferung.
Wer nur ein Modul kennt, sieht den Bruch nicht. Er sieht nur, dass die Zahlen am Monatsende nicht zusammenpassen.
// Zusammenspiel
Wo die Module einander berühren
// SD Vertrieb
Order-to-Cash
Vom Angebot bis zum Geldeingang. Der Strang, in dem sich falsch gesetzte Konditionen am teuersten rächen, weil sie jede einzelne Rechnung betreffen.
Typische Fragestellungen
- Preise werden im Auftrag laufend von Hand übersteuert, statt aus Konditionen zu kommen
- Kundenhierarchien und Rabattstrukturen liegen in Excel statt im System
- Lieferscheine tragen Texte, die jemand hineinkopiert hat
- Die Verfügbarkeitsprüfung bestätigt Termine, die das Lager nicht halten kann
- Sammelrechnungen und Fakturapläne werden manuell zusammengestellt
- Jahresboni werden außerhalb des Systems gerechnet und im Nachhinein gebucht
- Retouren laufen als Gutschriftsanforderung ohne Prozess dahinter
- Belege werden per Hand versendet, obwohl die Ausgabesteuerung das könnte
// MM Einkauf
Source-to-Pay
Vom Bedarf bis zur Zahlung. Hier entscheidet sich, ob Einkaufskonditionen, Freigaben und Rechnungsprüfung zusammenpassen oder sich gegenseitig blockieren.
Typische Fragestellungen
- Bestellungen entstehen ohne Bezugsquellenfindung, Orderbuch und Quotierung liegen brach
- Freigabestrategien bilden die tatsächliche Organisation nicht ab
- Frachtkosten in der Bestellung werden nachträglich gebucht statt geplant
- Rahmenverträge und Lieferpläne bestehen, werden aber nicht abgerufen
- Die Rechnungsprüfung sperrt zu viel oder zu wenig, weil Toleranzen nie justiert wurden
- Konsignation und Lohnbearbeitung werden über Hilfskonstruktionen abgebildet
- Umlagerungen zwischen Werken laufen ohne Lieferung und damit ohne Transportsicht
- Die automatische Wareneingangsabrechnung wäre möglich, wird aber nicht genutzt
// TM Transport
Transportkette
Vom Frachtbedarf bis zur Abrechnung. Der Bereich, in dem am häufigsten parallel zu SAP in Excel gearbeitet wird, obwohl alle Daten bereits im System stehen.
Typische Fragestellungen
- Transporte werden in Excel geplant, obwohl die Lieferungen im System stehen
- Frachteinheiten entstehen von Hand, Bildungsregeln wurden nie definiert
- Die Frachtführerauswahl folgt der Gewohnheit statt einer Rangliste oder einem Tendering
- Zeitfenster an der Rampe werden telefonisch vergeben
- Frachtkosten werden erst mit der Eingangsrechnung sichtbar, nicht schon bei der Planung
- Die Weiterverrechnung an den Kunden erfolgt pauschal statt verursachungsgerecht
- Self-Billing wäre vereinbart, scheitert aber an den Stammdaten
- Statusmeldungen aus der Ausführung landen nirgends im System
// Standard zuerst
SAP kann mehr, als Sie eventuell nutzen
Viele Systeme laufen seit Jahren als teure Schreibmaschine. Belege werden erfasst, Preise von Hand übersteuert, Texte kopiert, Auswertungen in Excel nachgebaut. Dabei steckt ein großer Teil davon längst im Standard. Er ist nur nie konfiguriert worden.
Preisfindung
Staffeln, Kundenhierarchien, zeitabhängige Konditionen, Zu- und Abschläge, Frachtanteile. Was heute jemand im Kopf hat, gehört in das Konditionsschema.
Textfindung
Auftrags-, Liefer- und Rechnungstexte ziehen sich aus Kunden- und Materialstamm. Kein Kopieren, keine vergessenen Hinweise auf dem Lieferschein, keine Übersetzung von Hand.
Ausgabesteuerung
Jeder Beleg geht automatisch an den richtigen Partner, im richtigen Format, über den richtigen Kanal. Bis hin zur E-Rechnung und zum eDocument.
Bonusabrechnung
Condition Contract Settlement rechnet Jahres-, Staffel- und Lieferantenboni nachvollziehbar ab, samt Rückstellungen. Statt einer Excel-Datei, vor der sich einmal im Jahr alle fürchten.
Partner- und Kontenfindung
Wer ist Warenempfänger, wer Regulierer, auf welches Erlöskonto läuft die Position. Das ist eine Einstellung, keine tägliche Entscheidung.
Freigaben und Toleranzen
Wertgrenzen, Vertretungsregeln, Sperrgründe in der Rechnungsprüfung. Kontrolle, die im Beleg stattfindet statt in einer Genehmigungsmail.
// Haltung
Die teuerste Entwicklung ist die, die es nicht gebraucht hätte
Jede Eigenentwicklung kostet zweimal: einmal beim Bauen und danach bei jedem Releasewechsel, jedem Test und jeder Fehlersuche. Ich habe in über elf Jahren SAP-Projekten viel Custom Code gesehen und selbst genug davon geschrieben, um zu erkennen, wann er sich lohnt und wann er nur eine Einstellung ersetzt, die niemand gefunden hat.
Das ist kein Dogma. Wo der Standard wirklich nicht reicht, baue ich die Erweiterung, über das SAP Enhancement Framework oder über BAdIs. Aber erst danach.
Der schwierigere Teil dieser Arbeit ist selten die Technik. Es ist das Gespräch mit dem Fachbereich darüber, warum der gewohnte Sonderweg im neuen System niemanden mehr braucht. Dieses Gespräch führe ich gerne, und ich führe es mit Beispielen statt mit Prinzipien.
// Lehre und Training
Wissen weitergeben
Lehren zwingt dazu, eine Sache so zu erklären, dass sie jemand versteht, der sie noch nie gesehen hat. Dieselbe Übung brauche ich im Projekt, wenn ein Fachbereich wissen will, warum ein Beleg so aussieht, wie er aussieht.
Externer Lektor an der FH Salzburg
Ich halte die Lehrveranstaltung Betriebliche Standardsoftware. Sie führt von betriebswirtschaftlichen Prozessen über die Systemlandschaft bis zu einem Praxisteil, in dem dieselben Abläufe einmal in SAP S/4HANA und einmal in Odoo gebaut werden.

Offizieller Trainer für SAP-Kurse in SD und MM
Die offiziellen SAP-Kursinhalte zu unterrichten heißt, den Standard bis in die Randfälle zu kennen, und zwar so, dass man ihn auch erklären kann. Was mir im Training auffällt, nehme ich in die Projekte mit. Und umgekehrt.
Was im Kurs behandelt wird
- Betriebswirtschaftliche Prozesse: wie ein Auftrag durch ein Unternehmen läuft, bevor überhaupt von Software die Rede ist
- Die Systemlandschaft: BI, CRM, MES, WMS, TMS, SCM, HR, ITSM und ERP, und wofür man welches System wirklich braucht
- Standardsoftware oder Eigenentwicklung: die Make-or-Buy-Entscheidung und was sie über Jahre kostet
- ERP-Systeme: Nutzen, Anbieter, Module, Customizing, Modifikation und Cloud-Betrieb
- Architektur: Datenmodell, Drei-Schichten-Architektur, Drei-Systeme-Landschaft, Betriebsmodelle
- Implementierung: SAP Activate, Projektteam, Best Practices, Anforderungsmanagement und die Frage, woran ERP-Projekte scheitern
- Grundkonzepte: Organisationsstrukturen, Stammdaten, Belege, Arbeitsvorräte, Materialbedarfsplanung, Verfügbarkeitsprüfung, Bestandsbewertung
- Praxisteil an zwei Systemen: Source-to-Pay und Order-to-Cash in SAP S/4HANA, dieselben Prozesse zum Vergleich in Odoo
Dass der Praxisteil auf zwei Systemen läuft, ist Absicht. Wer denselben Prozess einmal in S/4HANA und einmal in Odoo gebaut hat, erkennt danach den Unterschied zwischen einem Konzept und einer Bildschirmmaske.
Beruflicher Werdegang
Vom Disponenten zum ERP Solution Architect.
LKW-Disponent, Transportlogistik
Supply Chain Management, Papierindustrie
Process Engineering, Pharmaindustrie
Bachelor of Science, Wirtschaftswissenschaften
SAP Consultant bei einem SAP-Partner
SAP Solution Architect, SAP Österreich
Technical Specialist, Microsoft Österreich
Master of Science, Wirtschaftsinformatik
Gründung und Geschäftsführung RONCON IT-Consulting
// Trainings
Zertifizierungen
Im Mittelpunkt stehen die drei aktuellen S/4HANA-Zertifizierungen zu Transport, Vertrieb und Einkauf. Alle Nachweise sind bei Credly verifiziert einsehbar.
C_S4TM · 17.01.2025
C_TS462 · 17.10.2025
C_TS452 · 13.04.2025
Weitere SAP-Zertifizierungen
- SAP Professional Architect19.11.2020
- SAP MM S/4HANA Sourcing & Procurement09.04.2019
- SAP SD S/4HANA Cloud Sales18.04.2019
- SAP SD S/4HANA Sales Upskilling01.03.2019
- SAP ABAP Workbench06.05.2019
- SAP ABAP Advanced
- SAP S/4HANA (TS410)
Microsoft-Zertifizierungen
- Microsoft Azure Fundamentals15.09.2021
- Dynamics 365 ERP Fundamentals28.10.2021
- Dynamics 365 Supply Chain Management21.12.2021
- Power Platform Fundamentals11.01.2022
- Power Platform App Maker25.01.2022
// Nachweise
Öffentlich nachprüfbar
Nichts davon müssen Sie mir glauben. Beides ist ohne Anmeldung einsehbar.

Zertifizierungen im Original
Jede oben genannte Zertifizierung liegt als verifizierter Nachweis bei Credly, ausgestellt von SAP beziehungsweise Microsoft. Dort sehen Sie Ausstellungsdatum und Gültigkeit.

Blogbeiträge und Antworten
In der SAP Community schreibe ich über Konfigurationsthemen und beantworte Fragen von SAP-Anwendern, überwiegend zu Vertrieb, Einkauf und Transport. Wer wissen will, wie ich an ein Problem herangehe, liest das dort nach.
SAP, Credly und das Logo der FH Salzburg sind Marken der jeweiligen Inhaber. Näheres im Impressum.
Projektreferenzen und Lebenslauf
Gerne übermittle ich Ihnen eine Übersicht meiner Projektreferenzen und mein aktuelles Profil.